Ein Unternehmen ist für Selbstständige ein Instrument, um das eigene, ganz persönliche Kernziel zu erreichen. Dieses kann Wohlstand, mehr Freizeit oder der Wunsch, sein eigener Chef zu werden, sein.
Diese Prämisse sollte die Basis für Deine ganz eigene Erfolgsmessung sein. Wie misst Du Deinen Erfolg als Selbstständiger also? Du misst Deinen Erfolg und den Erfolg Deines Unternehmens daran, wie nah Du Deinem Ziel gekommen bist.
Unternehmer*innen müssen stets kreativ sein. Auch wenn Du in einem (vermeintlich) nicht kreativen Beruf arbeitest. Denn: Durch Kreativität gelangt man zu außergewöhnlichen Services, Produkten und Angeboten. Allerdings hat diese Kreativität einen Gegenspieler: den Fokus.
Wenn es gerade noch so klang, als sei Kreativität die beste Eigenschaft eines Gründers oder einer Gründerin, tut es mir leid. Fokus ist mindestens ebenso wichtig.
Fokus heißt Konzentration auf wenige Details. Kreativität heißt offen sein für alles. Beide Eigenschaften sind in bestimmten Situationen gefragt. Wenn Du zum Beispiel Unabhängigkeit als Ziel verfolgst, ist es vorteilhaft, Kreativität erst einmal zu unterdrücken, denn neue Ideen werden Dich jetzt nur aufhalten. Die Aufgabe heißt gerade: Fokus behalten. Das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Und komplett unabhängig werden.
Lass mich einen Vergleich ziehen. Ein Kind sieht aus der Distanz ein Spielzeug und entscheidet, dass es hingehen möchte, um damit zu spielen. Das Ziel ist klar, der Weg offensichtlich. Doch auf dem Weg zum Ziel liegen rechts und links andere Spielzeuge. Es wirken so viele Reize auf das kleine Wesen ein, dass es sein ursprüngliches Ziel aus den Augen verliert – und es niemals (oder stark verzögert) erreicht.
Sicherlich bist Du kein kleines Kind. Aber hast Du es nicht selbst schon erlebt, dass Du Dich in Deinem Arbeitsalltag von Dingen ablenken lässt, die Dich nicht voranbringen? Etwa von kreativem Input, der Dich zu neuen Geschäftsfeldern inspirierte. Oder von Social-Media-Posts anderer Selbstständiger Deiner Branche, deren Ideen Du adaptieren wolltest?
Erst wenn Du Deine EINE Idee auf ein solides Fundament gebaut und EIN Ziel erreicht hast, gilt es, das nächste Ziel in Angriff zu nehmen.
Grundsätzlich ist es eine gute Sache, dass Du die Augen offenhältst und kreativ bist. Doch wenn es um die Erreichung konkreter Ziele geht, empfehle ich ganz klar, dem Fokus den Vorzug vor der Kreativität zu geben. Erst wenn Du Deine EINE Idee auf ein solides Fundament gebaut und EIN Ziel erreicht hast, gilt es, das nächste Ziel in Angriff zu nehmen.
Diesen Spagat zwischen Umsetzung und Ausbau funktionierender Konzepte auf der einen Seite und Innovation und Weiterentwicklung auf der anderen Seite zu meistern, ist als Selbstständige*r eine Deiner größten Herausforderungen. Wenn Du diesen gekonnt meisterst, bist Du mitten im erfolgreichen Unternehmertum angekommen.
Steiger Deinen Erfolg und Deine Profitabilität mit Ideen, die ausgereift und zu Ende gedacht sind. Etabliere sinnvolle Prozesse und Standards, die in Deinem Unternehmensalltag Anwendung finden. Und lass Dich dabei weder ablenken noch aus dem Fokus bringen. Dann erreichst Du Deine Ziele schneller – und kannst danach wieder kreativ sein.
Tipps, wie Du der Versuchung widerstehst, Dich von der Erreichung Deines Kernziels ablenken zu lassen, und viele weitere Hinweise für erfolgreiches Unternehmertum gebe ich Dir in meinem Bestseller „55 Business-Turbos für KMU: Mehr Zeit, mehr Kunden, mehr Gewinn". Lies unbedingt rein. Es lohnt sich!
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